Zimmerpflanzen im Urlaub pflegen – wertvolle Tipps

Zimmerpflanzen bringen nicht nur Schönheit und Frische in unsere Wohnräume, sondern tragen auch zu einem gesunden Raumklima bei. Doch was passiert, wenn man auf die Reisen geht und in den wohlverdienten Urlaub fahren möchte?

Die richtige Pflege für Zimmerpflanzen während Ihrer Abwesenheit ist von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass sie bei Ihrer Rückkehr immer noch gesund und vital sind. Hier sind einige wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Zimmerpflanzen während Ihrer Abwesenheit gut betreuen können.

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Vorbereitung ist alles

Beginnen Sie rechtzeitig – lange vor dem Kofferpacken – mit der Vorbereitung Ihrer Zimmerpflanzen für den Urlaub. Dies gibt Ihnen genügend Zeit, um sicherzustellen, dass sie optimal versorgt sind.

Entfernen Sie abgestorbene Blätter und Triebe, um die Pflanzen gesund zu halten. Durch den Rückschnitt der Zimmerpflanzen vor dem Urlaub verbrauchen diese weniger Wasser. Der Nebeneffekt: Die Pflanzen bleiben kompakt, wachsen dichter und die abgetrennten Triebe eignen sich zur Vermehrung. Nach dem Rückschnitt braucht die Zimmerpflanze Dünger und eine reichliche Wassergabe. Das Abdecken mit Rindenmulch verhindert das Verdunsten des Wassers nach dem Gießen.

Tipp: Den Rückschnitt im Herbst vermeiden, da die Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten. Am besten eignet sich dieser im Frühling oder vor dem Sommerurlaub.

Abdunkeln der Pflanzen

Einige Tage vor Ihrer Abreise können Sie Ihre Zimmerpflanzen langsam an ein etwas dunkleres Umfeld gewöhnen. Dies verringert den Wasserbedarf der Pflanzen, da sie weniger Fotosynthese betreiben. Achten Sie jedoch darauf, sie nicht zu lange im Dunkeln zu lassen, da sie immer noch Licht benötigen, um zu überleben.

Gruppieren von Pflanzen

Gruppieren Sie Ihre Zimmerpflanzen an einem Ort in Ihrer Wohnung, der ausreichend Licht bekommt und gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Das Gruppieren hilft dabei, eine höhere Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen herum zu erzeugen, was den Wasserverlust verringert.

Blätter besprühen

Besprühen Sie die Blätter Ihrer Pflanzen leicht mit Wasser, bevor Sie in den Wanderurlaub fahren. Dies hilft, die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen herum zu erhöhen und sie vor dem Austrocknen zu schützen. Eine Ausnahme bildet der Bubikopf. Diese Zimmerpflanze mag Nässe im Untersetzer, aber nicht auf den Blättern.

Gründliches Gießen

Ein wichtiger Aspekt der Zimmerpflanzenpflege im Urlaub ist das Gießen. Abhängig von der Art der Pflanzen und den Umgebungsbedingungen kann die optimale Bewässerungsmenge variieren.

Durchschnittlich benötigt eine Zimmerpflanze jeden Tag 70 Milliliter Wasser. Dies fand die Stiftung Warentest bei Versuchen heraus. Wichtig ist die Kenntnis darüber, ob ausschließlich genügsame Pflanzen das Heim verschönern oder ob auch durstige Exemplare dabei sind.

Zimmerpflanzen mit geringem Wasserbedarf Zimmerpflanzen mit hohem Wasserbedarf
Wüstenlilie – Aloe vera Zyperngras
Glücksfeder – Zamioculcas Zamifolia Moosfarne – Selaginella
Palmlilie – Yucca Elephantipes Schlauchpflanze – Sarracenia
Glückskastanie – Pachira aquatica Bubikopf – Soleirolia soleirolii
Elefantenfuß – Beaucarnea recurvata Schwertfarn – Nephrolepis exaltata

 

Gießen Sie die Pflanzen gründlich, bevor Sie abreisen, um sicherzustellen, dass der Wurzelballen ausreichend Feuchtigkeit enthält. Vermeiden Sie jedoch übermäßiges Gießen, da Staunässe die Wurzeln schädigen kann.

Die in der Tabelle aufgelisteten Pflanzen mit hohem Wasserbedarf sind unempfindlich gegenüber Nässe. Ein Übergießen ist nahezu unmöglich. Deshalb dürfen diese im Urlaub im Wasser stehen.

Im Gegensatz dazu vertragen Zimmerpflanzen mit geringem Wasserbedarf ein paar Tage oder Wochen Trockenheit, sofern sie nicht zu viel Sonne abbekommen. Beides sind gute Voraussetzungen, um als Zimmerpflanze den Urlaub der Besitzer unbeschadet zu überstehen.

Selbstbewässerungssysteme – die Lösung zur Pflege von Zimmerpflanzen im Urlaub?

Selbstbewässerungssysteme können eine praktische Lösung sein, um Ihre Pflanzen während Ihrer Abwesenheit mit Wasser zu versorgen. Es gibt verschiedene Arten von Selbstbewässerungssystemen auf dem Markt, die den Wasserbedarf Ihrer Pflanzen automatisch regulieren können:

  • Bewässerungskugel: Die Bewässerungskugel eignet sich für kleine Pflanzen. Sie erhält mit Wasser gefüllt ihren Platz in Wurzelnähe. Das Volumen der Kugel ist gering, sodass sie sich für durstige und größere Exemplare nicht eignet. Sie sind günstig und dekorativ.
  • Saugschlauch Wasserspender: Dieses ebenfalls günstige Selbstbewässerungssystem besteht aus einem Tonkegel und einem Saugschlauch, den Käufer an den Kegeln befestigen. Die Kegel kommen tief in die Erde. Der Saugschlauch erhält sein Wasser aus einem separaten Gefäß. Manche Zimmerpflanzen wie der Ficus haben im Urlaub Bedarf an mehreren Kegeln in der Erde.
  • Parrot Pot: Dieses moderne Selbstbewässerungssystem ist eine Bereicherung für Pflanzenliebhaber mit Urlaubsambitionen. Dessen Topf hat ein Fassungsvermögen von 2 Litern Wasser – ein Vorrat, der es möglich macht, bis zu einem Monat auf Reisen zu sein, ohne dass die Pflanze vertrocknet. Unauffällige Sensoren im Topf geben die Messdaten zu den Lichtverhältnissen sowie zur Feuchte an das Smartphone des Zimmerpflanzen-Gärtners weiter.

Im Test von Juni 2017 schnitten bei Stiftung Warentest mehrere Bewässerungssysteme, die die Versorgung der Zimmerpflanzen im Urlaub sicherstellen, mit einer guten Note ab. Zu diesen gehören:

  • das Garden Set Urlaubsbewässerung
  • der Bambach Blumat für Zimmerpflanzen
  • das Claber Oasis Self-Watering System 8053

Dennoch sind manche Selbstbewässerungssysteme riskant und mit hohem Installationsaufwand verbunden. Bei einigen Bewässerungssystemen mit Stromanschluss besteht die Gefahr eines Stromschlags. Andere Systeme, etwa mit einem Wassersack, bergen die Gefahr eines Wasserschadens. Von Bewässerungssystemen mit Wasserhahnanschluss rät Stiftung Warentest ab.

Fazit: Gute Reise – den Pflanzen geht es prächtig

Mit der richtigen Vorbereitung übersteht jede Zimmerpflanze den Urlaub ihrer Besitzer unbeschadet. Ihnen ist gleich, ob sich diese für einen Ferienort  an der Ostsee oder für einen im Ausland entscheiden.  Neben verschiedenen Maßnahmen wie die Bewässerung in der Badewanne oder das Gruppieren von Pflanzen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können Selbstbewässerungssysteme helfen, die Zeit ohne aktive Pflege zu überstehen.

Wer öfter verreist, tut gut daran, Zimmerpflanzen zu wählen, die ein paar Wochen Urlaub ohne Wasser überstehen. Urlauberfreundlich sind zudem Pflanzen, die sich so reichlich bewässern lassen, dass die Menge des Wassers für die Ferien ausreicht.

Foto: ©FollowTheFlow / stock adobe

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